Über uns: Marina und Konstantin. The Way We Go!

Hi, wir sind Marina und Konstantin und planen aktuell eine Klimatour mit einem selbstumgebauten elektrischen Oldtimer. Wir fahren über 50.000 km durch Städte und Dörfer Eurasiens, so lange uns das Land führt und erkunden auf dem Weg die spannendsten Orte und lernen soziale Projekte, die sich für den Klimaschutz einsetzen, kennen!

 

Marina ist ein sibirisches Mädchen, das vor 10 Jahren nach Deutschland gekommen ist und nach ihrem Studium keine Lust hatte einen normalen Job anzunehmen.

 

Hi👋🏼 Die meisten Texte hier werden höchstwahrscheinlich von mir verfasst, daher schreibe ich den Teil mal von mir persönlich.

Marina-2.jpg

In Russland hatte ich nicht die Möglichkeit, viel zu reisen. Meine Mama hat im Restaurant bei der Eisenbahn gearbeitet und war zwar immer unterwegs, aber nur geschäftlich. Daher war ich in meiner Kindheit auch nur 1-2 Mal im Ausland.

Mein Papa ist nach Deutschland gezogen, als ich sehr klein war. Nach dem Abschluss der 9. Klasse hat er mich nach Deutschland geholt, damit ich hier studieren kann.

Ich habe ein halbes Jahr den Deutschkurs besucht und bin danach den üblichen Weg gegangen: Realschule (1,9), Gymnasium (1,3) und Universität (2,6).

Während meiner Studienzeit habe ich mich sehr für Social Media interessiert und habe eine Instagram Seite aufgebaut, die es mir ermöglicht hat, meinen Unterhalt damit zu sichern. Daher habe ich mich bereits während des Studiums selbständig gemacht und wollte mich auch nicht anstellen lassen. Warum? Ich habe schon früh gelernt selbständig zu sein. Meine Mutter war immer unterwegs und ich musste bereits mit 10 Jahren lernen, wie man sich essen kocht und wie man Zuhause Ordnung hält. Also mag ich es auch nicht, wenn man mir sagt, was zu tun ist.

Was Reisen angeht: meine Welt hat sich um 360 Grad gedreht, als ich nach Deutschland gezogen bin. Hier ist alles so Nah und man kann das Land in ein paar Tagen fast komplett bereisen. Durch die kurzen Entfernungen der benachbarten Länder Europas wurde meine Reiselust geweckt. Hinzu kommt meine absolute Leidenschaft für Fotografie. Ich habe mich schon seit meiner Kindheit für Fotos interessiert und liebe deshalb neue Orte zu entdecken und die Momente festzuhalten. Eine Weltreise ist für mich also eine Art zu leben und nicht ein kurzer Aufbruch, um danach zurück in das Hamsterrad zu kehren.

Was Geld angeht: ich lebe sehr sparsam und fast alles, was ich durch verschiedne Projekte verdiene (Ich habe sogar mal am Band gearbeitet und Motoren zusammengebaut😅) wird zur Seite gelegt. Dadurch fällt es mir leicht, genügend Geld zu haben, wenn eine große Investition ansteht: zum Beispiel unsere Weltreise. Von unterwegs werde ich weiterhin online arbeiten oder auch mal anderen Menschen helfen, um bei ihnen im Gegenzug schlafen und essen zu dürfen.

Wichtig ist für mich das zu tun was mir Spaß macht und wenn ich dadurch Geld verdiene, ist es super, wenn nicht, brauche ich auch nicht viel. Ich denke, wenn man seinen Job ordentlich erledigt, kommt der Erfolg von alleine.

 

Konstantin ist der Sozialunternehmer in unserem Team. Er ist, auch wie ich, bereits sehr früh (mit 18) von Zuhause in Sachsen ausgezogen, um in Stuttgart Lebensmittelwissenschaften und Biotechnologie zu studieren.

 
 

Während des Studiums hat er das Unternehmen wisefood gegründet, welches essbare Trinkhalme hergestellt hat - eine umweltfreundliche Alternative zu Plastiktrinkhalmen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt in seinem Leben, denn mit unserem täglichen Konsum tragen wir stark und zu Teil sogar unbewusst dem Klimawandel bei.

84b857ff-1224-4839-b195-f372e3dcd1e8-2.jpg

Konstantin hält Vorträge an Universitäten, organisiert Workshops und klärt seine Mitmenschen über Umweltbewusstsein auf. Auch mich hat er überzeugt! Wir kaufen keine Platikflaschen oder Kaffee in Einwegbechern ein.

Jeder einzelne von uns kann so viel zum Klimaschutz beitragen und das versucht Konstantin mit seiner nachhaltigen Einstellung und seinen Coachings umzusetzen.

Sein Durchsetzungsvermögen hat er durch seine Sportleidenschaft. Schon als Kind hat er immer mit seinem Opa jegliche Ballsportarten praktiziert. Sport war seither ein fester Bestandteil seines Alltags. Mit 15 Jahren hat er angefangen, sich vertieft mit (Leistungssport) und Ernährung auseinanderzusetzen und konnte so 2017 Europameister- und Weltmeistertitel im Kraftdreikampf werden.

Er ist nicht nur sportlich, unternehmerisch und umweltbewusst, sondern auch super kommunikativ. Bereits nach einem Jahr in Stuttgart hat er ein großes Netzwerk aus Investoren und Startups aufgebaut, das ihm dabei geholfen hat, sich gegenseitig zu unterstützen und schneller Probleme zu lösen.

Ein nachhaltiges Unternemen ist aber nicht alles! Nachdem sein erstes Unternehmen bereits mehrere Mitarbeiter hatte und millionenfach Trinkhalme hergestellt hat, hat Konstantin seine Anteile verkauft, um etwas Größeres aufzubauen. Er ist der Meinung, Startups sollten international viel stärker zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen um auch Probleme wie den Klimawandel gemeinsam anzugehen. Und da kam er auf die Idee aus unserer kleinen Europa Tour eine interkontinentale Mission für ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen.

 
 

Wie lange seid ihr schon zusammen?

Wir haben uns im Januar 2017 kennengelernt und sind seit dem 15. April 2017 offiziell ein Paar.

Am 19. März 2018, also nicht mal ein Jahr nachdem wir zusammen gekommen sind, hat mir Konstantin einen Antrag gemacht. Wir sind also seit über einem Jahr verlobt.

 

Warum wollt ihr mit einem Auto fahren und nicht zu Fuß?

 
IMG_4003.JPG

Vor einem haben Jahr (Januar 2019) waren wir mit dem Rucksack in Thailand unterwegs und haben gemerkt, dass uns das Reisen sehr viel Spaß macht. Als wir zurück nach Deutschland gekommen sind haben wir erstmal mit dem Gedanken gespielt alles aufzugeben und zu Fuß aufzubrechen. Da ich (Marina) aber kaum 10 km mit einem vollgepacktem Weltreise-Rucksack laufen könnte, haben wir uns überlegt einen Sprinter zu kaufen und diesen zum Wohnmobil umzubauen: mit eigener Küche, mit einem Bett und allem, was wir beim Reisen gebraucht wird. Auch wenn wir bereits sehr minimalistisch leben und unterwegs bestimmt keine 3 Töpfe brauchen werden, hatten wir keine Lust das Ganze auf unserem Rücken zu schleppen und haben uns daher für die Camper Variante entschieden. Der Sprinter ist es aber nicht geworden ;)

 
 
 

Wie hat sich das Ganze entwickelt? Warum Eurasien?

Von einer 3 wöchigen Thailand Tour zu einer Weltreise. Unsere Pläne haben sich so turbulent entwickelt, dass wir heute immer noch nicht so ganz hinterher kommen.

Karte.png

Wir wollten einfach raus. Nach der Thailand Reise haben wir viel darüber nachgedacht, was unsere Welt alles zu bieten hat. Es reicht nicht, einfach nur Instagram Bilder durchzuscrollen und sich mit dem zufrieden zu geben, was die anderen machen. Wir wollten die Welt selbst entdecken.

Uns fiel es aber schwer, direkt alles liegen zu lassen und aufzubrechen. Jeder braucht eine Gewisse Sicherheit. Wir auch. Wir wollten erst nur durch Europa reisen, ohne unsere Wohnung aufzugeben. Im Nachhinein denke ich, dass es einfach Zeit gebraucht hat bis wir mental so weit waren. Es ist ein Prozess, mit dem man wächst. Man entwickelt das Projekt immer weiter und bekommt dadurch auch mehr Sicherheit.

Als die Idee mit dem Camper fest stand habe ich mal das Thema Russland angesprochen und dass ich schon seit 2 Jahren nicht bei meiner Familie war. Da Konstantin auch noch nie in Moskau und ich lange nicht bei meiner Familie war, hat es uns sehr angesprochen. Also haben wir uns gedacht, wir fahren statt durch Europa einfach nach Russland. Tag für Tag kamen wir auf neue Ideen und haben uns dazu entschieden so weit durch Eurasien zu fahren, wie uns das Land führt und haben uns für eine abgasfreie Variante entschieden: wir bauen den Camper auf Elektroantrieb um und nehmen die Herausforderung an, die Welt auf eine nachhaltige Art und Weise zu erkunden!

 
 

Was plant ihr noch auf der Tour?

 
Bildschirmfoto 2019-04-13 um 10.42.10.png

Viele reisen bereits um die Welt: die meisten mit dem Flugzeug, manche auch mit einem Auto. Wir wollten aber nicht nur nachhaltig reisen und einfach nur schöne Orte entdecken, sondern auch etwas für unsere Umwelt und Gesellschaft tun. Als wir in Thailand waren, haben wir gesehen, welche Auswirkungen der Massentourismus auf die Natur hat und wollten deshalb Pioniere im nachhaltigen Reisen sein. Wir wollen durch Orte fahren, wo noch kein Mensch gewesen ist und unterwegs ein großes Netzwerk aufbauen, welches sich gemeinsam für den Klimaschutz einsetzt.

 
 

Ist es eine Privatreise?

Unsere Tour ist keine Privatreise mehr. Wir haben bereits einen Verein, The Way We Go e.V., gegründet und haben viele Kooperationspartner, die uns bei unserer Mission unterstützen.

Auf der Tour werden wir unterschiedliche Organisationen und Startups besuchen, die innovative Ideen haben und sich für die Nachhaltigkeit einsetzen. Denn wir sind er Meinung, dass es so viele hidden Champions in ganz Eurasien gibt, die nicht so viel Kapital und kein Netzwerk haben, um die Projekte erfolgreich zu realisieren und bekannt zu machen.

Dafür bauen wir eine Austauschplattform, auf der die Organisationen aus dem Osten sich mit den Investoren, Startups und Kooperationspartnern aus Europa vernetzen und austauschen können. Dadurch ermöglichen wir einen direkten Wissens- und Technologietransfer und können gemeinsam Größeres bewirken.

Wir planen zahlreiche Nachhaltigkeitsworkshops an den Schulen und Universitäten, um Menschen vor Ort zu zeigen, wie Umweltschutz aktiv betrieben werden kann und dass wir nur diesen einen Planeten haben. Wir werden Müllsammelaktionen durchführen und aus dem eingesammelten Müll mit unseren Kooperationspartnern neue Produkte herstellen. Mit der Organisation Plant-for-the-Planet werden wir Bäume pflanzen, um den Klimaschutz aktiv zu unterstützen.

Das Projekt werden wir dokumentieren und am Ende wird ein Kinofilm und ein Reisemagazin veröffentlicht. Während der Tour könnt ihr uns auf unseren Social Media Kanälen verfolgen und unsere Blogbeiträge lesen.

 
 

Was plant ihr auf diesem Blog?

Auf diesem Blog wollen wir euch auf unserer Reise mitnehmen und euch über unsere Höhen und Tiefen berichten.

Wenn ihr auch eine Weltreise plant, aber nicht wisst wo ihr anfangen sollt, folgt uns und wir zeigen euch, wie wir das machen!

Wie erzählen euch wie wir unser Auto gefunden haben und wie wir es auf Elektro Antrieb umbauen lassen. Was unsere Weltreise kostet und wie wir das Auto in einen Camper Van umgebaut haben. Wie eine Weltreisevorbereitung abläuft, was man beachten muss und wie lange vorher man mit der Planung beginnen soll. Wir zeigen euch, wie wir unseren Content produzieren und wie man alle Social Media Kanäle unter einen Hut bekommt.

Wir nehmen euch mit zu den Organisationen und zeigen euch, welche innovativen Projekte es auf der Welt gibt und geben euch viel Input zum Thema Nachhaltigkeit. Wir zeigen euch, wie wir die Küstenregionen von Müll befreien und was wir daraus machen.

 

Wir lange wollt ihr unterwegs sein?

Eurasien Tour ist unsere erste Mission. Wir wissen noch nicht, wie sich das Ganze entwickelt und wie lange genau wir unterwegs sein werden. Wir planen aber erstmal ein Jahr ein.

 

Wollt ihr nur durch Eurasien fahren?

Wir haben schon darüber nachgedacht, nach der Eurasien Tour auch auch andere Kontinente mit unserem Camper zu erkunden. Das steht aber erstmal in den Sternen, weil wir ja noch gar nicht losgefahren sind! :)

 

Warum “The Way We Go”?

Der Weg, den WIR gehen. Wir alle! Konstantin, ich unser Verein, die Mitglieder und IHR! Jeder Mensch, der unsere Beiträge liest und uns auf Social Media verfolgt, geht einen gemeinsamen Weg mit uns. Jeder, dem wir auf unserer Tour und auf unserem Lebensweg begegnen. Jeder, der sich von unserer Geschichte überzeugen lässt und von uns lernen will. Wir bauen eine Community auf, die für ein bewusstes Leben steht und das Beste aus ihrem Leben macht!

Der Name lässt sich unterschiedlich kombinieren:

  • The Way We Camp

  • The Way We Charge

  • The Way We Create

  • The Way We Work

  • The Way We Live

  • The Way We Love

 

Was ist euer Lebensmotto?

Unser leben hat um Schnitt 27000 Tage. Jeder Tag soll so durchlebt werden, dass man sich gerne daran erinnert. Wo hast du gearbeitet, mit welchen Menschen hast du dich umgeben, was hast du erlebt?

Wir wollen jeden Tag das machen, was uns Spaß macht und das nicht auf Kosten der Natur. Wir wollen ständig dazu lernen, Menschen helfen und nie stehen bleiben. Wir haben erkannt, dass alles, was man sich wünscht möglich ist. Man muss es nur wollen.

Ich (Marina) habe mich durch Social Media selbständig gemacht. Manche meinen, es ist nur Glück oder dass es nicht jedem liegt. Das mag sein. Dadurch aber, dass Konstantin es geschafft hat, ein Unternehmen unabhängig von Social Media aufzubauen, sind wir uns sicher, dass jeder etwas in sich hat, was man zu seiner Leidenschaft machen kann und somit seinen Lebensunterhalt sichern kann.

 

Wo steht ihr gerade?

Vor einem halben Jahr (Februar 2019) haben wir mit der Planung angefangen. Es ging erstmal mit der Namensfindung los: Reload Tour, Expedition Eurasien, Start-Up. Diese Namen haben aber nicht dem entsprochen, was wir wollten. Deshalb haben wir uns an Hatchery (ein befreundetes Startup aus Stuttgart) gewendet und gebeten, ein geeignetes Branding für unsere Tour zu entwerfen. Nach zwei Tagen Iteration entstand der Name The Way We Go mit den früher erwähnten Kombinationsmöglichkeiten. Nachdem der Name stand haben wir und dafür entschieden, unsere Tour zu filmen und anschließend in den deutschsprachigen Kinos vorzustellen. Hierbei wird uns Filmhub*, eine Distributionsplattform für unabhängige Filmemacher, unterstützen.

Als Nächstes haben wir den Verein gegründet und bereits einige Startups aus unserem Netzwerk aufgenommen.

Um eine Grundfinanzierung des Vereins zu ermöglichen haben wir eine Crowdfunding Kampagne gestartet, bei der wir 14.000€ einsammeln konnten. Das Geld von der Crowdfunding Kampagne haben wir für die Umrüstung des Autos auf Elektroantrieb eingesetzt. Das Auto haben wir privat finanziert.

Um das Projekt so groß wie möglich zu machen benötigten wir weiteres Kapital und haben deshalb weitere Kooperationspartner ans Board geholt, die uns bei den Projekten, bspw. Upcycling von Plastikmüll, im Ausland unterstützten werden. Wir haben bereits einige Organisationen gefunden, die wir besuchen werden und es kommen immer wieder neue dazu. Wir stehen auch schon mit einigen öffentlichen Einrichtungen in China, Russland, Mongolei, Iran und Thailand in Kontakt, um dort Workshops durchzuführen.

Wir haben drei befreundete Videografen hier in Deutschland, die unsere Videos für den YouTube Kanal und für den Kinofilm schneiden werden. Unser YouTube Kanal wurde angelegt und unsere Instagram Seite hat bis jetzt 8 Beiträge. Die Facebook Seite ist bis jetzt auch erstmal nur angelegt.

Mit Bridging IT* werden wir eine Plattform aufbauen, die es den Organisationen, die wir auf der Tour scouten werden und unseren Vereinsmitlgliedern ermöglichen wird, sich zu vernetzen und auszutauschen.

Ein weiterer Kooperationspartner auf unserer Reise ist Movera* - Camping & Outdoor Ausrüster, die uns für die Tour ausgestattet haben.

Für das Auto haben wir ein Aufklappdach bestellt, um im Stehen kochen zu können und weitere Mitreisende mitnehmen zu können.

Unser Auto befindet sich derzeit in Österreich bei unserer Partnerwerkstatt und wird auf Elektroantrieb umgebaut. Die Camping Ausrüstung ist unterwegs.

 

Was müsst ihr noch erledigen, bevor es auf Tour geht?

 
Snapseed-2.jpg

Nun müssen wir den Innenraum Bett, Küche, Deko einplanen, Schränke einbauen und Abwassertanks mit einer Wasserpumpe versorgen usw.

Internationaler Führerschein und das russische Visum für Konstantin müssen noch beantragt werden. Des Weiteren müssen wir Versicherungen abschließen, einen Nachmieter für unsere Wohnung finden, die Webseite online schalten, Wohnung ausräumen und Sachen packen.

 

Falls ihr Fragen oder Anregungen zu unserer Tour habt, schreibt uns die in die Kommentare und wir bereiten schon bald einen neuen Blogbeitrag zu dem Thema für euch vor!

Marina & Konstantin